Pressemitteilungen | Press Releases
ISEA 2010 RUHR CONFERENCE imai panel.pdf >>
ISEA 2010 RUHR EXHIBITION Exchange Fields.pdf >>
Mit der dritten Fallstudie konzentrierte sich das imai auf die spezifischen Dispositionen einer interaktiven Installation. Eigens für die Ausstellung vision.ruhr in der Zeche Zollern II/IV (Dortmund 2000) konzipiert, zählt die Arbeit heute zur Sammlung des Dortmunder Museum Ostwall und wurde seitdem dort nicht mehr gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften der Fachhochschule Köln und der Agentur 235 MEDIA GmbH wurde eine adäquate Restaurierung und Re-Inszenierung für Bill Seamans Exchange Fields erarbeitet und realisiert.
Werkbeschreibung
Die
interaktive Installation Exchange Fields besteht
aus drei Leinwänden, auf die Videosequenzen projiziert werden. Davor sind im
Installationsraum dreizehn möbelartige Skulpturen aufgestellt, die als
Benutzerschnittstellen fungieren. Während die Videoprojektionen auf den
seitlichen Leinwänden unabhängig von den Interaktionen der Besucher sind, wird
die zentrale Projektion durch deren körperliches Agieren beeinflusst. Jede
Skulptur lädt die Besucher ein, sie mit einem bestimmten Körperteil haptisch zu
erkunden und dadurch das Abspielen von Tanzsequenzen aus einer Choreografie der
niederländischen Tänzerin Regina van Berkel auszulösen. Wenn mehrere Besucher
gleichzeitig verschiedene Skulpturen berühren, überlappen sich auf der zentralen
Leinwand die unterschiedlichen Bilder des Tanzes. Die Videosequenzen werden
akustisch untermalt. Die Audiokomponenten bestehen aus einem zum Teil
gesprochenen und zum Teil gesungenen poetischen Text von Seaman, aus einem
Techno-Ambient-Soundtrack und aus Klängen, die durch Interaktion gesteuert
werden.
Forschungsvorgehen
Zu den
wesentlichen Schritten der Restaurierung gehören die Neuprogrammierung und
Content-Migration der vorhandenen Video- und Computertechnik und die Erneuerung
der inzwischen obsoleten Abspiel- und Präsentationstechnik durch moderne, für
den Dauerbetrieb geeignete Geräte. Ziel ist eine nachhaltige und - in
Anbetracht einer häufigen Nutzung durch die Besucher - gleichsam
strapazierfähige Instandsetzung der komplexen Technologie. Diese soll unter kunsthistorischen
und restauratorischen Gesichtspunkten eine möglichst authentische Präsentation
gewährleisten. Die abschließende Dokumentation wird nicht nur die einzelnen
Restaurierungsmaßnahmen erfassen, sondern auch als Aufbauanleitung für zukünftige
Präsentationen dieser Installation dienen.
Neupräsentation
Vom 20. August bis 5. September 2010 wurde die restaurierte Installation Exchange Fields im Rahmen der ISEA2010 RUHR im Dortmunder U ausgestellt.
Forschungsergebnisse
Die Ergebnisse der Case Study wurden am 24. August 2010 auf dem ISEA-Panel Still Accessible? Rethinking the Preservation of Media Art von Tiziana Caianiello (Kunsthistorikerin, Research Fellow am imai) und Julia Giebeler (Restauratorin, Fachhochschule Köln, Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften) vorgestellt. Julia Giebelers Diplomarbeit Interaktive Videoinstallation. Dokumentation und Re-Installation am Beispiel des Werks 'Exchange Fields' von Bill Seaman liegt hier zum Download vor. (pdf, 1,5 MB)
CASE STUDY 1 >>
CASE STUDY 2 >>
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