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26.05.2010: Bekanntmachung - imai wird Kompetenzzentrum für NRW...

In den kommenden zwei Jahren wird das Land Nordrhein-Westfalen die Erhaltung von Medienkunst verstärkt fördern. Das gab der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff am 26. Mai 2010 bekannt. In den Jahren 2010 und 2011 wird das imai sein Engagement ausweiten und die Aufgabe eines Kompetenzzentrums für die Konservierung und Restaurierung von Medienkunst in Nordrhein-Westfalen wahrnehmen.

pdf Pressemeldung  Staatskanzlei>> | imai>>


Obwohl Medienkunst eine vergleichbar junge Kunstgattung ist, stellt ihre Erhaltung eine enorme Herausforderung dar. Diese Kunstwerke basieren auf sensiblen Materialien und Technologien, die einem raschen, ständigen Wandel unterworfen sind. Ebenso schnell wie die Speichermedien obsolet werden, verlieren auch die Abspiel- und Präsentationstechniken ihre Funktionalität. Unter Berücksichtigung dieser spezifischen Besonderheit müssen Methoden und Handlungspläne für eine langfristige Konservierung und eine professionelle Restaurierung entwickelt werden.

Das imai verfügt über eine langjährige Qualifikation in der Konservierung und Restaurierung von Videobändern und Medienkunstinstallationen. Aufgrund seiner eigenen umfangreichen Medienkunstsammlung steht das imai mit Fachleuten und  internationalen Institutionen dieser Domäne im wissenschaftlichen Austausch. Zur Stiftungsgründung wurden bereits 1.300 audiovisuelle Werke vor dem Verfall bewahrt und über den Online-Katalog öffentlich zugänglich gemacht. In einer Reihe von Fallstudien untersucht das imai in Kooperation mit Kunsthistorikern, Restauratoren und Videotechnikern exemplarische Vorgehensweisen zur effizienten Erhaltung von Medienkunstinstallationen.

In seiner Funktion als Stiftung für Medienkunst gehört es zu den Kernaufgaben des imai, nachhaltige Erhaltungsstrategien im Bereich der neuen Medien zu entwerfen und dieses Spezialwissen mit Beratungsangeboten, Workshops, Tagungen und Publikationen an Kuratoren, Restauratoren, Künstler und Wissenschaftler zu vermitteln.

Veranstaltungen 2010

19.08.2010 – Eröffnung im Dortmunder U – Neupräsentation der Video-Installation Exchange Fields von Bill Seaman (Museum Ostwall, Dortmund), die unter der Leitung des imai restauriert wurde. Forschungsprojekt >>

24.08.2010 – Konferenz „Still accessible? Rethinking the preservation of media art“ – organisiert vom imai im Rahmen der ISEA2010 RUHR in Dortmund.

15.12.2010 – Workshop im imai: Videokunst sammeln, ausstellen, erhalten – mit den Restauratorinnen Joanna Philipps, Guggenheim Museum New York und Agathe Jarczyk, Atelier für Videokonservierung Bern.


Abbildungen oben

Douglas Davis, Works (excerpted), 1970-1987
Videostills vor und nach der Restaurierung
© imai, Düsseldorf
 

Gefördert durch:                                           Ständige Partner:

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