Schulprojekte

„Klang im Bild“ - Videokunst zum Selbermachen

Neuer Videokunst-Workshop der Stiftung imai mit Schülern und Schülerinnen der Stufe 7
5. - 9. Oktober 2009 am Kölner Georg-Büchner-Gymnasium

Dieses Mal widmete sich die Stiftung imai einem anderen Schwerpunkt der Videokunstvermittlung: Waren die teilnehmenden Schüler bisher dazu angehalten, die Vermittlung von Videokunst zu erlernen und dabei ihren Blick für die ästhetischen und inhaltlichen Fragestellungen dieser Kunstform zu schärfen, so durften sie nun ihre eigenen Werke produzieren.


Geleitet wurde der einwöchige Workshop „Klang im Bild“ von den Videokünstlern Freya Hattenberger und Peter Simon aus dem Programm des imai. Ihr besonderes Augenmerk lag auf dem Zusammenhang von Bild und Ton. Nach einer Einführung zum Thema „Klang im Bild“ anhand von ausgewählten Videos aus dem Bestand der Stiftung hatten die 29 Kinder der Klasse 7b die Möglichkeit, ihre eigenen Videos zum Thema zu konzipieren.

Hoch im Kurs standen bei den 12-Jährigen Musikvideos und Choreografien. Ihre spielerische Herangehensweise half den Schülern, mit dominanten Sehgewohnheiten aus Film und Fernsehen zu brechen. Unter Einsatz ihrer individuellen Ideen und Fähigkeiten gelangten die Kinder zu neuen medialen Ausdrucksformen.

Entstanden sind fünf unterschiedliche Werke, in denen die Schüler Alltagsgegenstände wie Spielgeräte oder Regenschirme zu dominierenden Requisite umfunktionieren. Ob Dancebattle - Mädchen gegen Jungs - oder Schwarz-Weiß-Gangsterfilm - angelehnt an die alten Stummfilmklassiker - die dabei entstandenen Videos bilden einen Mix aus den bekannten Bildwelten der Kinder und der experimentellen Sprache dieser Kunstform.

 

In Gruppen von sieben bis acht Schülern und Schülerinnen entstanden fünf kurze Videos, die sich sehen lassen können:

Play Again

Ein Musikvideo der anderen Art.
Die Spielgeräte auf dem Spielplatz machen hier die Musik! Das Quietschen der Schaukel oder das Knirschen des Sandes sind in dem Video «Play Again» tonangebend.

„Wir haben uns zusammengesetzt und uns überlegt, was wir machen können. Und dann hat einer von uns vorgeschlagen, irgendetwas auf dem Spielplatz zu machen. Dann haben wir überlegt, dass es lustig wäre, wenn sich alles wiederholen
würde. So ist uns auch der Name eingefallen: ‚Play Again’ ".

            

 

     

Battledance and Friends

Mädchen gegen Jungs: Wer hat mehr drauf?
«Battledance and Friends» bringt den Geschlechterkampf
auf den Dancefloor. Die drei Mädchen und vier Jungs haben die Musik zum Clip selbst zusammengeschnitten und eine Choreografie dazu einstudiert.

"Besonders gut fanden wir unsere gemischte Gruppe und die Freiheit bei der Umsetzung unserer Battle-Idee."

     

     

Mystic Umbrella

Völlig eigenständig erarbeiteten die acht Mädchen eine gut durchdachte Choreografie mit Regenschirmen zum Song «It’s raining man». 

 „Auf die Idee sind wir gekommen, weil es draußen geregnet hat. Wir haben angefangen, mit unseren Regenschirmen zu spielen. Dann haben wir gesehen, dass das cool aussieht und eine Choreografie dazu erfunden. Wir waren Tänzerinnen.“  

     

   

     

Die Weiche

Der Gangsterfilm „die Weiche“ erinnert an die alten Stummfilmklassiker - ohne Worte und in schwarz-weiß mit dem dramatischen Moment eines herannahenden Zuges. Vielleicht eine Hommage an Charlie Chaplin? Der war damals nämlich gar nicht so einverstanden mit der Einführung des Tonfilms, wie die Schüler im Workshop lernten... 

„Ich fand die Idee gut, weil Action drin war. Mir hat gefallen, was am Ende dabei herausgekommen ist, weil ich es mir auch so vorgestellt hatte.“ 

     

 

 

   

Crazy Break

Im Video «Crazy Break» machen die crazy chicks ganz schön viel Lärm auf ihren crazy drums und verbreiten gute Laune mit einer Menge crazy steps - bis der Gong die verrückte Pause wieder beendet.

„Wir haben getanzt und andere verrückte Sachen gemacht. Wir waren ‚wie die Hühner auf der Stange’. Wir haben die Tischtennisplatte oder das Seilchen ganz anders benutzt, als man sie eigentlich benutzen sollte und hatten Mega-Spaß dabei!“ 

     

 

 


Zur Workshop-Dokumentation:

Eine detaillierte Darstellung des Workshops mit wesentlichen Angaben zum Ablauf und zahlreichen farblichen Abbildungen können Sie sich hier ansehen und auf Wunsch herunterladen. Gerne lassen wir Ihnen die Datei auch in Druckversion zukommen. Bitte senden Sie uns hierfür einfach eine Anfrage per E-Mail.


 


Wir danken unseren Förderern und Partnern: