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VIDEOSKOP
Videoskop
Blicke von außen auf die Videokunstsammlung des imai
In der Online-Reihe VIDEOSKOP lädt das imai internationale Kuratoren, Galeristen und andere Videokunstexperten ein, ein Kunstwerk ihrer Wahl aus der umfangreichen Sammlung der Stiftung genauer unter die Lupe zu nehmen.
VIDEOSKOP: Blicke von außen auf die Videokunstsammlung des imai
Lydia Schouten: «Echoes of Death/Forever Young» (1986)
Lydia Schoutens Werke der 1980er Jahre sind Experimente an der Schnittstelle von Video und Performance, die zwischen exzentrischer Inszenierung und feministischer Kritik vermitteln. Besonders angesichts der Konjunktur des Bühnenhaften und Inszenierten, von Pop-Eklektizismus und Lo-Fi-Ästhetik in der Film- und Videokunst der Gegenwart lohnt sich ein Blick zurück auf das Frühwerk der niederländischen Videopionierin.
Video ausgesucht und vorgestellt von
Katrin Mundt, freie Kuratorin und Autorin
VIDEOSKOP: Blicke von außen auf die Videokunstsammlung des imai
Kirsten Geisler: «Virtual Beauties» (1999)
Geislers «Virtual Beauties» sind virtuelle Figuren, die der Wirklichkeit gewordene Wunschtraum gebündelter Schönheitsvorstellungen zu sein scheinen. Gleichzeitig wird Schönheit hier als komplexes kulturelles Konstrukt vorgeführt, orientiert an medialen Vorbildern.
Video ausgesucht und vorgestellt von
Sabine Himmelsbach, künstlerische Leiterin, Haus für elektronische Künste Basel
VIDEOSKOP 04: Jacob Lillemose - Steina & Woody Vasulka
VIDEOSKOP: Blicke von außen auf die Videokunstsammlung des imai
Steina & Woody Vasulka: «in search of the castle...» (1981)
Steina und Woody Vasulka fahren durch industrielle Stadtlandschaften, Vororte und ländliche Gebiete und filmen dabei mit einem Fischaugenobjektiv, wobei der Bildfluss von verzerrten elektronischen Geräuschen begleitet wird.
Video ausgesucht und vorgestellt von
Jacob Lillemose, Ausstellungskurator, transmediale Festival
VIDEOSKOP: Blicke von außen auf die Videokunstsammlung des imai
Paul Garrin: «Free Society» (1988)
Paul Garrins kurzes Video «Free Society» ist das Resultat spontaner Camcoder-Aufnahmen aus der Nacht vom 6. auf den 7. August 1988, als der Video- und Medienkünstler unweit seiner Wohnung zum Zeugen der Unruhen um den Tompkins Square Park wurde – als Folge der gewaltsamen Räumung eines Obdachlosenlagers durch die New Yorker Polizei.
Video ausgesucht und vorgestellt von
Kathrin Becker, Video-Forum, Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)
VIDEOSKOP 01: Laura Györik Costas - Marina Abramovic
VIDEOSKOP: Blicke von außen auf die Videokunstsammlung des imai
Marina Abramovic: «Art must be beautiful, Artist must be beautiful» (1975)
Die Performance-Kunst zu Beginn der 70er Jahre ist geprägt durch das
Experimentieren und Ausloten von physischen Grenzen: eine Form der
Selbstfindung als feministische Kampfansage von Kunstaktivistinnen wie
Gina Pane (*1939), Valie Export (*1940) und Marina Abramovic (*1946) gegen
das Bild der „Frau als Lustobjekt“ in einer anhaltend chauvinistisch
orientierten Gesellschaft.
Video ausgesucht und vorgestellt von
Laura Györik Costas, IMAGE MOUVEMENT, Centre d'Art Contemporain Genève.